Auf zu neuen Energiequellen

Das klingt nun fast ein bisschen zynisch, wenn wir von neuen Energiequellen sprechen, während die noch immer wichtigen Öl- und Gaslieferungen aus Russland als Folge der Sanktionen abgebrochen sind. Niemand hätte sich gewünscht, dass aus so einem tragischen Grund die Frage nach neuen Energiequellen noch dringlicher wird.

Auf der ersten Seite des Kalenders steht die Frage: Bist du voller Energie für die kommende Fastenzeit? Bin ich? Bist du? Und wenn nicht?

In dieser Zeit denke ich viel an Menschen, die in Krisengebieten leben. An die Frauen, Männer und Kinder in der Ukraine und in Syrien, in Afghanistan und in den Hungergebieten von Afrika und Asien. Jene, die in der Zeit des 2. Weltkrieges jung waren. Man kann die Lebensjahre nicht verschieben. Niemand kann sagen, jetzt bleibe ich jung (oder so alt wie ich bin), bis die Krise vorbei ist. 

Wir leben nur einmal. Das Leben ist jetzt - so wie es gerade ist, mit den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Chancen.

Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, nichts zu verschwenden, nicht die Ressourcen unserer Welt, nicht unsere Energie, nicht die Zeit und nicht das Leben. 
Ich wünsche mir, dass wir genügsam mit dem leben, was uns geschenkt ist und unsere inneren Energiequellen auf einfache und sparsame Weise  füllen können: Bei einem guten Gespräch, bei einem Spaziergang, bei einer schönen Begegnung, im tiefen sorglosen Schlaf, in einem stillen Moment, beim Joggen, Singen, Tanzen, Spielen, Meditieren, Beten.

Die Erde schenkt uns ihre Energie, einfach so, Sonne, Erde, Wasser, Wind, Luft zum Atmen. Dafür bin ich dankbar. Ich will sie nutzen. Also auf! Ich will leben. Nicht einfach so dahin - sondern bewusst, verwurzelt, offen, grosszügig.

Jeden Montagabend in der Fastenzeit lade ich dich ein zu einem kurzen Impuls mit ein paar Gedanken zum Leben und zu Momenten der Stille. Dass deine eigenen Gedanken hörbar werden. Zur Ermutigung und Bestärkung und Hoffnung auf Frieden in unserer Welt.